Die Vogelpflegestation

Seit vielen Jahren werden in der Station kranke und pflegebedürftige Vögel versorgt. Feuerwehr, Polizei und Privatpersonen nutzen diesen Service vom NABU Göttingen. 

Seit geraumer Zeit ist die einstige Wildtierpflegestation eine reine Vogelpflegestation!

Wir helfen aber bei Bedarf gern weiter und nennen ihnen die Ansprechpartner. Uwe Zinke

 

Wenn Sie Hilfe und Ratschläge benötigen: 0551 68637

 oder mobil, eventuell nicht vor Ort: 0172 563 1287 (Uwe Zinke)

 

 


Pfleglinge in der Station  des NABU Göttingen (05.2017)


Die Aufzucht der Turmfalken in der "Vogelpflegestation"

Insbesondere im letzten Jahr hatten wir sehr viele elternlose, junge Turmfalken auf der Station. Durch die vielen Stürme sind letzten Frühling sehr viele Bäume umgestürzt und damit auch Nester zerstört worden. Die kleinen Turmfalken sind noch mit weißem Daunenkleid zu uns gekommen, sind aber immer weiter gewachsen und ihr typisches braunes Gefieder bildete sich aus. Als die "Kleinen" groß genug waren wurden sie zusammen ausgewildert.




Unsere Vogelpflegestation kann nur Vögel aufnehmen und versorgen.

Wir bemühen uns jedoch auch, andere Tiere, insbesondere Säugetiere,

weiterzuvermitteln.

Hier ein paar Worte zum Mitnehmen anscheinend hilfsbedürftiger Tiere.

Feldhasen und Rehkitze werden leider zu schnell eingesammelt, da die Mütter nur ab und zu am Tag zum Säugen vorbeikommen und die Jungen sonst stundenlang alleine verbringen. Feldhasen und Rehkitze sollten länger beobachtet werden, außer sie sind verletzt, sehr abgemagert oder verletzt. Niemals anfassen, da sie dann nicht mehr von den Eltern angenommen werden.

Eichhörnchen, die Menschen hinterher laufen oder an Menschen hochklettern, brauchen definitiv Hilfe und gehören in erfahrene Hände. Bei Eichhörnchen und anderen Tieren ist es falsch verstandene Tierliebe, diese Tiere selbst päppeln zu wollen, sie einfach mit irgendwelchen Sachen zu füttern (z.b Säugetiere mit Kuhmilch, Babynahrung, Joghurt etc. Bei Vögeln Ei Fleisch Brot etc (DAS IST FALSCH UND KANN ZUM TOD FÜHREN).

Tiere werden teilweise, weil sie soooo süß sind, erstmal für Fotos und Selfies, "missbraucht" und stundenlang im Freundeskreis umher gezeigt anstatt sie gleich an entsprechende Stellen abzugeben.

Auch Tierärzte handeln aus falscher Tierliebe. Viele sind nicht wildtierkundig und geben z.b. SpotOn Präparate auf Wildtiere wie Igel und Eichhörnchen gegen Flöhe aus Unwissenheit. Diese richten bei Wildtieren großen Schaden an von Nervenschädigungen bis zum Tod.

Hier muss auch noch gesagt werden, wann Tiere Hilfe brauchen. Eichhörnchen, die Kontakt zu Menschen suchen, brauchen Hilfe. Igel, die tagaktiv sind, brauchen Hilfe. Fledermäuse, die am Boden sitzen oder tagsüber ungeschützt draußen an Hauswänden hängen, brauchen Hilfe. Nackte Küken oder Küken, deren Federkleid noch nicht ganz vollständig ist und die auf den Knien sitzen (Nestling) und noch nicht selbst stehen oder laufen können (Ästling kann das), brauchen Hilfe.

Verletzte oder sichtbar kranke Tiere werden in den meisten Fällen nicht mehr von der Mutter angenommen und brauchen Hilfe.

Für verschiedene Tierarten gibt es erfahrene und spezialisierte Gruppen und Beratungsstellen im Internet. Zum Beispiel Igelhilfe, Marderhilfswerk, Fledermaushilfe, Eichhörnchennotruf etc. Es gibt auch Facebookgruppen wie "wildvogelhilfenotfälle" und "wildtiernotfälle". Dort wird auch gut beraten.

 

Noch ein wichtiger Punkt sind Mähroboter. Diese werden leider nachts laufen gelassen oder sind falsch eingestellt und führen dadurch leider vor allem bei Igeln zu schwersten Gesichtsverletzungen (zerfetzte Gesichter, amputierte Beine etc)....

Yvonne Rickmann


Eichhörnchen: Kontaktmöglichkeit eichhörnchen-notruf.com, oder Telefon +4917672162302.

Wenn die Eichhörnchen ausgewachsen sind, werden sie zu einer Auswilderungsstation gefahren.