Meeting für potenzielle Ehrenamtliche am 25.02.2023 im Göttinger GUNZ

(Weitere Infos findet ihr unter den Veranstaltungen)


AUFRUF ZUR TEILNAHME AN DEMONSTRATION FÜR NATURSCHUTZ AM 10.12.2022

In Vertretung von Dr. Holger Buschmann, dem NABU-Landesvorsitzenden, wird Rüdiger Wohlers im Namen des NABU eine Rede auf der Kundgebung nach der Demo „Respect for Biodiversity“ halten.

Global gilt es, den Erhalt der biologischen Vielfalt nicht auf einzelne Bürgerinnen und Bürger abzuwälzen, sondern verbindliche Ziele und Maßnahmen für entsprechende staatliche Rahmenbedingungen zu Sorgfaltspflichten und Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Handel vorzugeben. In diesem Punkt ist der aktuelle Entwurf im neuen UN-Regelwerk absolut mangelhaft. Deutschland als starke Wirtschaftsnation trägt hier eine besondere Verantwortung. Die neue Bundesregierung muss mit guten Beispiel vorangehen und die Finanz- und Wirtschaftspolitik konsequent sozial und ökologisch gerecht ausrichten. Dazu gehört, biodiversitäts- und klimaschädliche Handelsverträge wie das Mercosur-Abkommen umgehend zu stoppen. Die Bundesregierung muss sich auf EU-Ebene für eine ambitionierte gesetzliche Regulierung der Lieferketten einsetzen. Denn es braucht strenge gesetzliche Vorgaben, um die negativen Auswirkungen für Mensch und Natur durch die globale Wirtschaft einzudämmen.

Das Übereinkommen über die biologische Vielfalt gehörte wie das Klimarahmenabkommen (UNFCCC) und die Wüstenkonvention (UNCCD) zu den drei völkerrechtlichen Verträgen, die bei der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 vereinbart wurden. Die Bundesrepublik ist seit ihrem Inkrafttreten am 29. Dezember 1993 Vertragspartei der CBD.

Mit 196 Vertragsparteien ist die Biodiversitätskonvention eines der erfolgreichsten internationalen Vertragswerke, hat aber mit praktischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Vertragsstaaten sind völkerrechtlich zur Umsetzung der Konvention verpflichtet, jedoch nicht gezwungen. Dementsprechend haben viele Staaten bis heute keine nationale Biodiversitätsstrategie vorgelegt, obwohl die Konvention bereits am 29. Dezember 1993 in Kraft getreten ist.

 

Die deutsche Bundesregierung verabschiedete 2007 als Unterzeichnerin der Konvention eine Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt, die 330 Ziele und rund 430 Maßnahmen in den wichtigsten Handlungsfeldern zum Erhalt der biologischen Vielfalt definiert. Die ernsthafte Umsetzung dieser Maßnahmen wird von deutschen Naturschutzorganisationen stark angezweifelt. Auch wenn mit dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt ab dem Jahr 2011 erste Maßnahmen finanziert wurden, werden die Ziel im gesetzten Zeitrahmen (Zielerreichung sollte meist 2020 sein) teils nicht erreicht, teils werden sie auch eher politisch, denn mit naturschutzfachlicher Expertise verfolgt.

 


NABU startet ab September 2022 eine Mitglieder-Werbeaktion in Göttingen:

 

Wir vom NABU brauchen mehr Rückenwind aus der Bevölkerung und möchten viel mehr naturbegeisterte Menschen aus dem Göttinger Stadtgebiet als Mitglieder gewinnen! Mit diesen Worten kündigte jetzt Svenja Diebe, stellvertretende Vorsitzende des NABU Göttingen, den Start einer groß angelegten Werbeaktion im September an. Ziel sei es, so in den kommenden Wochen viele neue Mitglieder zu gewinnen, um „die Vielzahl der Projekte langfristig abzusichern und weiter ausbauen zu können, wo immer es gilt, bedrohte Tiere und Pflanzen und ihre Lebensräume, und damit auch die Lebensqualität der Menschen, zu retten.“

Die jungen Leute nehmen kein Bargeld an und sind mit einem Dienstausweis sowie NABU-Dienstkleidung ausgestattet. Sie kommen bis in die frühen Abendstunden an die Türen, weil dann viele Menschen zuhause sind und freuen sich auf nette Kontakte. – Rückfragen zur Werbeaktion können an den NABU Göttingen gerichtet werden. Am besten funktioniert dies per Mail unter: nabugoettingen@gmx.de. „Wir hoffen, dass viele Menschen ihr Herz für Mauersegler, Rotkehlchen, Feldlerche, Kleinen Fuchs und Co öffnen werden und den NABU auch in Göttingen unterstützen werden“, so der zuversichtliche Vorstand der NABU-Gruppe Göttingen.

Unten findet man neben dem Vorstand vom NABU Göttingen die Gesichter der derzeitigen jungen Werbeleute von uns, damit ihr euch sicher sein könnt, dass alles mit rechten Dingen zugeht.

Die Ortsgruppe des NABU, mit derzeit rund 1400 Mitgliedern in Göttingen umfasst, ist seit über 110 Jahren aktiv für Mensch und Natur. In ihr engagieren sich zahlreiche Ehrenamtliche, zum Teil bereits seit Jahrzehnten. „Überall, wo es gilt, praktischen Naturschutz zu betreiben, sind NABU-Aktive vor Ort, wenn es ihre Kapazitäten zulassen, denn sie bringen sich selbstlos und unbezahlt ein“, erläutert Svenja Diebe, und nennt Beispiele: „Die Bandbreite der Aktivitäten ist sehr groß. Sie reicht von der Anbringung und Betreuung von Nistkästen über die Pflanzung von Obstbäumen auf Streuobstwiesen und die Betreuung von Krötenzäunen und natürlich über viele Jahre der Betrieb einer Vogelpflegestation, die in diesem Jahr umstrukturiert werden muss. „Und natürlich erhebt der NABU überall dort auch vor Ort die Stimme, wo es gilt, für die Natur einzutreten und unsere Lebensgrundlagen zu bewahren!“. Dies gelte in besonderem Maße auch für die Kinder- und Jugendnaturschutzarbeit, wie etwa bei der NAJU-Gruppe von Helmut Rahaus. „Gerade Kinder und Jugendliche müssen an die Natur herangeführt werden!“ bekräftigt der Vorstand und führt an: „Um all dies sichern, ausweiten und langfristig weiterführen zu können, möchten wir in den nächsten Wochen überall im Stadtgebiet viele neue Mitglieder gewinnen. Daher werden erneut junge Leute von Haus zu Haus durch die Stadtteile laufen, um auf unsere Arbeit aufmerksam zu machen und um Unterstützung zu werben sowie zu informieren.“

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